Die Pointe Saint-Mathieu – Hier haben Steine eine Seele

Es gibt sie wahrscheinlich überall auf der Welt. Manchmal verstecken Sie sich vor uns Menschen, manchmal wurden sie sogar von uns geschaffen: Orte mit einer Seele. Wer das Glück hatte, solch einen Ort schon einmal betreten zu haben, der weiß, was ich meine. Egal, ob es sich um eine Lichtung im Wald, ein altes Gebäude mit langer Geschichte, eine Ruine oder ein Park mitten in einer Stadt handelt – an diesen Orten spürt man irgendetwas. Man fühlt eine innere Ruhe, fühlt sich vielleicht mit dem Platz auf unerklärliche Weise verbunden, fühlt einen wohligen Schauer, der einem über den Rücken fährt. Egal wie sich das Gefühl äußert, sicher ist, dass irgendwas an diesem Ort anders ist. Ich glaube, dass jeder Mensch seinen ganz eigenen Seelenort hat, denn sie sind so unterschiedlich, wie wir Menschen selbst.  Weiterlesen

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Der Leuchtturm und das kleine Kätzchen – der Phare du petit Minou

Viele schöne Plätze entdeckt man erst, wenn es schon fast zu spät ist. So erging es mir und meiner Familie beim vergangenen Bretagneurlaub. Es war der vorletzte Tag unseres zweiwöchigen Urlaubes im Nordwesten der Bretagne, im Finistére. Wir saßen in unserem Ferienhaus in Locmaria-Plouzané und überlegten, was wir mit dem angebrochenen aber wunderbar sonnigen Tag anfangen sollten. Weite Strecken mit dem Auto wollten wir nicht mehr zurücklegen, also richteten wir unser Augenmerk auf die nähere Umgebung. Nach einem Blick auf die Karte mit den eingezeichneten „Sehenswürdigkeiten“ rund um unser Feriendomizil stellen wir schnell fest, dass wir die alle schon erkundet hatten. Plötzlich fielen meine Augen auf einen unscheinbar eingezeichneten Leuchtturm mit dem Namen „Phare du petit Minou“, der nur ein paar Autominuten von uns entfernt sein sollte. „Leuchttürme gehen immer“, dachten wir uns und machten uns auf den Weg.

Schnell hatten wir die Schilder gefunden, die uns nach Le Petit Minou und zum gleichnamigen Leuchtturm führen würden. Auf dem Weg zum Meer nahm die – in diesem Teil der Bretagne sowieso sehr hügelige Landschaft – nahezu alpine Ausmaße an. (Ok, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber die Felswände sind ordentlich hoch.) Es ist einfach ein herrlicher Platz. Im Wasser der kleinen Bucht tummelten sich auch Anfang April schon zahlreiche Surfer, um mit ihrem Board die perfekte Welle zu erwischen. Die geschützte Bucht von Le Petit Minou gehört zu einem der Hotspots für Surfer, nicht nur aus Brest.

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Vom Parkplatz aus führt ein (anfangs recht steiler) Klippenpfad direkt zum Phare du petit Minou – dem Leuchtturm des kleinen Kätzchens. Auch wir folgten diesem Pfad und genossen den Ausblick, den man von dort aus auf die, von schroffen, hohen Klippen eingerahmte, Bucht hat. Überall sorgten die Blüten der ersten Frühlingsboten für bunte Farbkleckse auf den Felsen. Tief unter uns, am Meer, waren die Steine schwarz vor Miesmuscheln. Weiterlesen

Le Conquet – Ein altes Seeräubernest am Ende der Erde

Die salzige Luft ist erfüllt von den Rufen unzähliger Möwen. Sie alle haben sich im Hafen von Le Conquet versammelt, um den ein oder anderen Leckerbissen von den heimkehrenden Fischerbooten abzujagen. Am Hafen stehen Lieferwagen mit laufendem Motor, die Heckklappen geöffnet, damit der frische Fang möglichst schnell verladen werden kann. Jeden Tag wiederholt sich dieses Schauspiel, wenn die Fischer von Le Conquet von ihren Fanggründen heimkehren. Die Bäuche der bunten Boote gefüllt mit Krebsen und Fischen, die im Atlantik vor der bretonischen Küste leben. Nacheinander laufen die Fischer ein, begleitet von ganzen Schwärmen gieriger Möwen.

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Konk-Leon heißt die rund 2720 Einwohner zählende Stadt auf Bretonisch. Sie liegt ganz im Westen der Bretagne, im Departement Finistère, dem „Ende der Erde“. Weiterlesen

Die Glorreichen Sieben – oder auch: Meine 7 Lieblings-Reiseblogs

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Vom Fernweh geplagt und mit kalter Nase sitze ich im winterlichen Westerwald und mache eine Weltreise – online. Das funktioniert wunderbar auf einem ansprechenden Reiseblog. Die gibt es zwar mittlerweile wie Sand in der Sahara. Aber längst nicht alle schaffen es, mich auch wirklich zu fesseln.

Ok, jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Vorlieben, das ist ein alter Hut á la: Geschmäcker sind verschieden. Mir kommt es auf schöne Fotos, nützliche Informationen und unterhaltsame Artikel an. Das Blog muss mich irgendwie inspirieren, muss in mir die Lust wecken, spontan die Koffer zu packen.

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Nordirland: Auf den Spuren von Game of Thrones

Im April 2014 hatte ich das große Glück, an einer Pressereise nach Nordirland teilnehmen zu dürfen. Es war schon immer ein Traum von mir, die Grüne Insel zu besuchen und endlich wurde er wahr.

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Das Beste an der ganzen Reise war jedoch das Thema: “Game of Thrones”. Ich bin intergalaktisch großer, unfassbarer und absolut besessener Fan der TV-Serie und der Bücher. Die Vorfreude war bereits riesig und die Angst vor meinem ersten Flug alleine (Ich hatte davor für ein Feature in der WZ zwar in einem Motorsegler ein Stück des Westerwaldes überflogen, aber das war irgendwie nicht vergleichbar…) trat in den Hintergrund. Fünf Tage waren wir (eine Gruppe von Journalisten aus der ganzen Welt – von Peking bis Boston) in Nordirland unterwegs. Neben den zahlreichen Drehorten von Game of Thrones haben wir auch viele andere Plätze besucht. Bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Die Iren, auch die im Norden der Grünen Insel, sind ein wirklich nettes Volk, die Landschaft ist atemberaubend und Belfast hat mit seinem rauen Charme mein Herz im Sturm erobert. Weiterlesen